Aufbruch in eine nachhaltige Wärmeversorgung
Regionaler Wärmegipfel
Ein Wärmeverbund für Hochrhein–Oberrhein und Wiesental
Sieben Städte und Gemeinden des Verdichtungsraums haben gemeinsam mit dem Landkreis Lörrach beim Regionalen Wärmegipfel den Startschuss für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt gegeben: einen Wärmeverbund für Hochrhein–Oberrhein und Wiesental.
Die mittlerweile abgeschlossene Machbarkeitsstudie zeigt, dass ein regional vernetztes System aus erneuerbaren Wärmequellen eine stabile, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung für die Wärmenetzeignungsgebiete im städtisch geprägten Siedlungsraum in Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein, Schopfheim, Grenzach-Wyhlen, Steinen und Maulburg ermöglichen kann.

Perimeter des möglichen Wärmeverbunds: Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden, Schopfheim, Grenzach-Wyhlen, Steinen, Maulburg.
Warum ein Wärmeverbund?
Ein regionaler Verbund bietet deutliche Vorteile gegenüber einzelnen kommunalen Lösungen.
Nachhaltig & erneuerbar
Die Nutzung industrieller Abwärme und perspektivisch Geothermie ist nur in großen Wärmenetzen wirtschaftlich möglich. Der Einsatz von Biomasse kann in großen Verbünden begrenzter und effizienter erfolgen.
Wirtschaftlich effizient
Ein gemeinsames Netz mit gemeinsamen Erzeugern senkt Kosten und macht Wärme langfristig bezahlbar.
Versorgungssicher
Mehrere Quellen und zentrale Anlagen erhöhen Stabilität und Verlässlichkeit.
Einfach für Verbraucher
Nahwärme reduziert den Wartungsaufwand und ermöglicht moderne, komfortable Heizlösungen.
Stärkung der Region
Die Wertschöpfung bleibt im Landkreis, lokale Betriebe profitieren vom Ausbau.
Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
- Ein Wärmeverbund kann den künftigen Bedarf im Perimeter zuverlässig abdecken.
- Einzelne kommunale Wärmenetze wären weniger wirtschaftlich und stärker von einem Energieträger abhängig, also weniger flexibel bzw. resilient.
- Die Wärmewende wird für Kommunen planbar – technisch wie finanziell.
- Ein Verbund, der verschiedene heimische Quellen nutzt, schafft langfristig mehr Preissicherheit für Bürgerinnen und Bürger als die Abhängigkeit von einer Wärmequelle.
bis zu 60 %
der benötigten Energie kann industrielle Abwärme liefern.

Von links: Dirk Sattur (badenova), Klaus Müller (naturenergie), Moderator Ulrich Hoehler, Thekla Walker (Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg), Oberbürgermeister Jörg Lutz (Lörrach), Jörg Falkenberg (Evonik) und Tim Brauckmüller (Aconium)

Ministerin Thekla Walker, Landrätin Marion Dammann und Paul Kempf (Zweckverband Breitbandversorgung) beim Wärmegipfel
Rolle des Zweckverbands Breitbandversorgung
Der Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Lörrach tritt bisher als Trägerorganisation für die Machbarkeitsstudie auf. Parallel baut der Zweckverband mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums Baden-Württemberg ab 2026 – nach einer Satzungsänderung – eine Tochtergesellschaft auf, für die eine doppelte Aufgabenstellung vorgesehen ist.
01
Kompetenzzentrum Wärme
Aufbau eines Kompetenzzentrums Wärme für die kreisangehörigen Kommunen sowie die Entwicklung regionaler Märkte und Wertschöpfungsketten – inklusive der Nutzung von Synergien und Fähigkeiten aus dem Glasfaserausbau.
02
Wärmeverbund zur Entscheidungsreife bringen
Als ein Projekt der Tochtergesellschaft wird die Unternehmens- und Finanzierungsstruktur für den Wärmeverbund Hochrhein–Oberrhein–Wiesental bis zur Entscheidungsreife für die kommunalen Gremien vorbereitet.
Das Auftraggeberkonsortium
Hinter der Machbarkeitsstudie steht ein breites Bündnis aus Kommunen, Landkreis und regionalen Energieunternehmen.
Große Kreisstädte
Lörrach, Rheinfelden (Baden), Weil am Rhein
Städte & Gemeinden
Stadt Schopfheim, Grenzach-Wyhlen, Steinen, Maulburg
Landkreis
Landkreis Lörrach
Unternehmen
badenova wärmeplus, naturenergie, EWS Schönau, Evonik Industries Rheinfelden
Die Machbarkeitsstudie Wärmeverbund Hochrhein–Oberrhein–Wiesental wurde gefördert durch:

